Verdauungsstörungen

Mit dem Begriff Verdauungsstörungen werden verschiedene Beschwerden zusammengefasst, die im Bereich von Magen und Darm auftreten. Die Verdauungsorgane müssen vielfältige Aufgaben bewältigen, damit Nahrungsmittel richtig verwertet werden. Aus verschiedenen Gründen gerät das Verdauungssystem manchmal aus dem Gleichgewicht. Oft stellen sich die Symptome nach dem Essen ein –aber auch in Stressphasen sind Verdauungsprobleme keine Seltenheit.

Die Ursachen können sowohl organischer, psychischer oder funktioneller Natur sein. Häufig besteht eine Schwäche einzelner Organe bzw. ihrer Sekretions- und Verdauungsfunktion, wie z.B. der Bauchspeicheldrüse. Auch eine gestörte Bakterienflora im Darm, wie es meist nach Einnahme von Antibiotika oder einem Befall mit Darmpilzen (v.a. mit dem Hefepilz Candida Albicans) der Fall ist und Fehlernährung führen zu Gärungs- und Fäulnisprozessen und damit zu Gasbildung und Blähungen, welche Bauchschmerzen verursachen. Aber auch Stress und Nervosität sowie unverarbeitete Konflikte kommen als Ursache in Frage.

Welche Erkrankungen können bei Verdauungsstörungen zugrunde liegen?

Hinter Verdauungsstörungen bzw. den genannten Symptomen können zahlreiche verschiedene Erkrankungen stecken, die Beschwerden müssen immer individuell abgeklärt werden. Im Folgenden sind einige mögliche Ursachen im Verdauungs- bzw. Gastrointestinaltrakt aufgelistet.

  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • Magengeschwür (Ulcus)
  • Darminfektionen
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Ursachen im Bereich von Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse (Hepatitis, Leberzirrhose, Alpha-1-Antitrypsinmangel , Gallensteinen oder eine Entzündung der Gallenblase, Pankreatitis)

mögliche Symptome bei Verdauungsbeschwerden sind:

  • Völlegefühl
  • Blähungen
  • aufgeblähter Bauch
  • Magendrücken oder Magenschmerzen
  • Verstopfung
  • Übelkeit mit oder ohne Erbrechen

Wie behandle ich in diesen Fällen?

Durch eine ausführlichen Anamnese gehe ich der Ursache ihrer Beschwerden auf den Grund. Unterstützend bei der Diagnosestellung kann dabei eine spezifische Stuhl bzw. Darmdiagnostik sein. Entsprechend dem Ergebnis erarbeite ich Ihnen einen individuellen Therapieplan. Mögliche Therapieansätze, die dabei zum Einsatz kommen sind:

  • Therapie der individuellen Ursachen z.B. eine Pilzbelastung im Darm.
  • Ausgleich des Säuren-Basen-Haushaltes durch entsprechende Ernährungsumstellung und evtl. Nahrungsergänzung
  • Aufbau einer gesunden Darmflora
  • Ernährungstherapie: Gemeinsam erarbeiten wir einen geeigneten Ernährungsplan, der auch ihr Eßverhalten berücksichtigt (hektisches Nebenbei-Essen kann sich ebenso ungünstig auf die Verdauung auswirken wie die zeitliche Verteilung der Mahlzeiten gegen ihren biologischen Rhythmus
  • Auch die Pflanzenheilkunde bietet ein großes Repertoire bei Verdauungsbeschwerden. Kräuter können entspannend, krampflösend, keimtötend, entzündungshemmend oder gegen Blähungen wirken. Auf die Organe, z.B. Leber oder Bauchspeicheldrüse, wirken sie entweder anregend und stärkend oder beruhigend.