Übergewicht ist in den westlichen Industrienationen ein wachsendes Gesundheitsproblem. In Deutschland ist bereits mehr als die Hälfte aller Erwachsenen übergewichtig- und auch viele Kinder bringen bereits zuviele Kilos auf die Waage.

Dabei ist Übergewicht für die meisten Betroffenen nicht nur ein kosmetisches Problem, es birgt auch zahlreiche gesundheitliche Risiken. Mit der Zunahme des Gewichts steigt auch das Risiko für folgende Krankheiten:

  • Diabetes
  • Arteriosklerose
  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • Krebs
  • Gelenksdegenarotionen und Rückenprobleme u.a.

Übergewicht und Gewichtszunahme bekommt man jedoch nicht mit einseitigen Diäten unter Kontrolle. Im Gegenteil – mit der Länge ihrer Diätkarriere steigt auch ihr Risiko für Adipositas. Denn mit jeder Diät suggerieren Sie ihrem Körper eine Hungersnot. Und da unsere Natur auf „Hungertod vermeiden“ programmiert ist- entwickel ihr Körper ein Notprogramm. Das bedeutet nach der Diät verbrennen Sie weniger Kalorien als vorher bei gleicher Betätigung und lagern schneller Fett ein…es könnte ja wieder eine Hungersnot kommen…der Jojo-Effekt nimmt seinen Lauf.

Für eine dauerhafte Gewichtsreduktion ist es viel wichtiger, ihre Ernährungsweise nachhaltig umzustellen und die richtigen Lebensmittel zu konsumieren. Dabei kommt es nicht nur auf die Quantität ihrer Ernährung an, sondern auch auf die Qualität. Achten Sie darauf, möglichst viele „Lebensmittel“ (z.B. Gemüse und Obst) und weniger „Nahrungsmittel“ zu sich zu nehmen. Nahrungsmittel sind dabei solche Substanzen, die aufgrund ihres hohen Verarbeitungsgrades nur Hauptnährstoffe und Energie (also Kalorien) bereit halten, jedoch kaum noch „Vitalstoffe“ aufweisen. Diese Vitalstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelemnte) sind jedoch für eine optimalen Stoffwechsel notwenig.

ergewicht und weitere Gewichtszunahme bekommt man nicht unter Kontrolle, indem man weniger isst und sich mehr bewegt. Viel wichtiger ist es, die richtigen Lebensmittel zu konsumieren, die nicht durch moderne Landwirtschaftsmethoden und industrielle Verarbeitungsprozesse verändert wurden. Sie enthalten die Nährstoffe, die für eine Verbrennung notwendig sind.

Neben den Hauptursachen wie ungünstiger Ernährungsgewohnheiten und mangelnder Bewegung spielen noch andere Gründe bei der Enstehung von Übergewicht eine entscheidende Rolle, wie zum Beispiel:

  • multiple Nährstoffmängel,
  • „emotionales“ Essverhalten
  • dysfunktionale Organsysteme; Fehlverhalten des Verdauungssystems
  • hormonelle Störungen
  • Suchtverhalten,
  • Depression
  • Erschöpfung und Gefühle von Leere.
  • Einnahme bestimmter Medikamente

 

Im Vergleich zu den Entwicklungsländern ist das Auftreten von Untergewicht in den westlichen Industrienationen relativ selten. In den USA leiden 3,5% der Bevölkerung an Untergewicht, in der Bundesrepublik Deutschland sind es 4,9%.

Aber auch wenn die Häufigkeit an Übergewicht hierzulande immer weiter zunimmt und ein ernsthaftes Ernährungsproblem darstellt, darf das Problem des Untergewichts nicht unterschätzt werden. Untergewicht kann ernsthafte Gefahren für die Gesundehit mit sich bringen, denn es geht meist einher mit einer Unterversorgung an essentiellen Nährstoffen und/oder Spurenelementen.

Diese Nährstoffverluste können zu folgenden Problemen führen:

  • Verschiebungen im Wasser- und Elekrolythaushalt. Erste Symptome sind hierbei z.B. Erschöpfung, Störungen im Verdauungstrakt, Herzrhythmusstörungen, Bewusstseinseintrübungen, Muskelkrämpfe oder auch Herzrhythmusstörungen
  • die Entstehung von Osteoporose, auch bei jüngeren Menschen, wird begünstigt
  • Beeinträchtigung der Muskelfunktion
  • Anämie
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • schlechte Wundheilung
  • verlangsamte Genesung nach akuten Erkrankungen
  • erhöhtes Risiko für Krankheitskomplikationen

Wo Normalgewicht aufhört und Untergewicht anfängt, kann man nicht genau definieren, da dabei viele individuelle Parameter eine Rolle spielen. Zur Einschätzung zieht man in der Regel den BMI (Body Mass Index) heran. Hier spricht man bei einem BMI von 18,5 kg/m2 und darunter von Untergewicht.

 

Wie behandle ich in diesen Fällen?

In einem ausführlichen Anamnesegespräch klären wir erst einmal ihre persönlichen Bedingungen und erforschen die Ursache ihrer Gewichtsprobleme. Wie sehen Ihre Ernährungs- und Trinkgewohnheiten aus? Wie sieht es in ihrem Alltag mit Sport und körperlicher Bewegung aus? Nehmen Sie evtl. Medikamente ein, die eine Gewichtszu- oder abnahme begünstigen? Wie hoch ist ihre Stressbelastung? Wie gehen Sie mit Frust und anderen unangenehmen Emotionen um?

Meistens ist es sehr sinnvoll, wenn der Patient dann über einen bestimmten zeitlichen Rahmen (1-2 Wochen) ein Ernährungsprotokoll führt. Hierdurch sind schon einige Ernährungsfehler klar erkennbar.

Die meisten Patienten nehmen zu viele Kohlenhydrate und zu wenige Nährstoffe zu sich. Viele sind dadurch, ohne dass sie es bemerken, in eine Insulinresistenz geraten . Dies bedeutet weniger zu essen und trotzdem zuzunehmen. Denn ein erhöhter Insuliunspiegel führt zu vermehrter Fetteinlagerung und gleichzeitiger Blockierung des Fettabbaus.

Daher ist es oft sinvoll, durch eine Blutabnahme noch weitere Labordaten hinzuziehen, um detaillierte Aussagen über die Stoffwechsellage treffen zu können.

Unter Berücksichtigung all dieser Parameter wird dann ein individueller Ernährungsplan erstellt, der umsetzbar für Sie ist und optimal auf Ihren individuellen Stoffwechsel abgestimmt ist.

Weitere Inhalte meiner Beratung sind:

  • Ernährungsempfehlungen in Bezug auf ihre Grunderkrankung
  • Hilfestellung bei der Lebensmittelauswahl
  • Stärkung von Motivation und Eigenkompetenz
  • Anleitung zur Selbstverantwortung
  • Begleitung bei der Umsetzung ihrer Ziele für einen ernährungsbewussten Alltag